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Leben

Die Verteilung von Care-Arbeit unter jungen Eltern: Stillstand seit 2025

Die Verteilung der Care-Arbeit unter jungen Eltern hat sich seit 2025 kaum verändert. Trotz steigender Chancengleichheit bleibt eine Diskrepanz zwischen den Geschlechtern.

Jonas Schmidt24. Juni 20262 Min. Lesezeit

In einem hell erleuchteten Café in der Stadt sitzen junge Eltern mit ihren Kindern an einem Tisch. Während die Mütter die Kleinen mit Snacks versorgen und sie sanft am Tisch beschäftigen, blicken die Väter oft auf ihre Smartphones oder unterhalten sich über die neuesten Sportnachrichten. Manchmal hilft einer von ihnen, einen Ball zu werfen oder ein Bild in ein Malbuch zu malen, aber die Hauptlast der Betreuung bleibt unbestreitbar bei den Frauen. Diese Szene spiegelt ein weitverbreitetes Phänomen in der Gesellschaft wider: Die ungleiche Verteilung der Care-Arbeit.

Diese Alltagsbeobachtungen sind nicht nur Einzelfälle, sie zeigen einen Trend, der sich seit vielen Jahren hält. Trotz der ständigen Diskussionen über Gleichstellung, moderne Vaterschaft und die Notwendigkeit, Rollenbilder zu überdenken, haben sich die Verhältnisse zwischen den Geschlechtern in Bezug auf Care-Arbeit seit 2025 kaum verändert. Die Mütter übernehmen nach wie vor den Großteil der täglichen Aufgaben, egal ob es um das Wickeln, den Einkauf oder das Kochen geht. Das Bild der „Supermutter“, die alles unter einen Hut bringt, bleibt stark verwurzelt in der Gesellschaft.

Eine stagnierende Gleichstellung

Die Bedingungen für eine gerechtere Verteilung der Care-Arbeit sind vorhanden. Studien zeigen, dass jüngere Väter bereit sind, mehr Verantwortung zu übernehmen. Trotzdem wird das Dilemma oft durch gesellschaftliche Erwartungen und Rollenbilder verstärkt. Viele Paare finden sich in traditionellen Mustern wieder, die tief in deren Erziehung verwurzelt sind. Die Vorstellung, dass Frauen die Hauptverantwortung für die Kinderbetreuung tragen, ist nach wie vor weit verbreitet.

Ein Grund dafür könnte die fehlende institutionelle Unterstützung sein. Flexible Arbeitszeiten, Elternzeit für beide Elternteile und betriebliche Angebote zur Kinderbetreuung könnten den jungen Eltern helfen, ein ausgewogeneres Modell der Care-Arbeit zu entwickeln. Solange diese Strukturen nicht vorhanden sind, bleibt die Verteilung der Care-Arbeit stark von überholten Rollenbildern geprägt.

Es ist entscheidend, dass wir die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen überdenken, um einen echten Wandel zu erreichen. Eine gerechtere Verteilung bedeutet nicht nur eine Entlastung für die Mütter, sondern auch eine stärkere Bindung zwischen Vätern und Kindern. Wenn wir uns zurück zu unserem Café-Szenario begeben, wird deutlich, dass die Väter, die mehr Verantwortung übernehmen, nicht nur für ihre Partnerinnen eine Hilfe darstellen, sondern auch für sich selbst, um aktiv am Leben ihrer Kinder teilzuhaben.

Die Frage bleibt: Wie lange wird es noch dauern, bis die Veränderung, die wir alle anstreben, endlich Realität wird?

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